Denise Rudberg: Der Stockholm Code - Die erste Begegnung - KÖB St. Martin

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St. Martin Oestrich
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Denise Rudberg: Der Stockholm Code - Die erste Begegnung

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Wir schreiben das Jahr 1940 und befinden uns in Schweden, genauer gesagt in Stockholm. Während in Europa die Bedrohung durch die Nationalsozialisten wächst,  führt das Schicksal in Stockholm 3 Frauen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:
Da ist Signe, aufgewachsen auf einem Bauernhof in einem kleinen schwedischen Dorf. Sie verlässt den Hof,  weil sie – nach dem Tod ihrer Schwester – deren Mann nicht heiraten möchte. Signe ist bodenständig, praktisch veranlagt und kann anpacken, mehr wird von ihr nicht erwartet, denn sie ist ein Mädchen, da genügen dann auch 5 Jahre Schulbildung. In Stockholm nimmt sie eine Stelle als Haushälterin bei einem blinden Mathematikprofessors an.
Elisabeth stammt aus wohlhabendem Hause und hat eine gute Schulbildung genossen. Gutaussehend, schick, sie lässt sich so schnell nichts gefallen und entspricht damit nicht so ganz dem damaligen Frauenbild. Sie kündigt ihre Arbeit als Sekretärin bei der Luftwaffe, weil sie von den Übergriffen durch ihre Kollegen genug hat.   
Iris ist mit ihren beiden Söhnen aus Estland nach Schweden geflohen. Ihr jüdischer Mann ist auf der Flucht verschwunden. Iris stammt aus gutem Haus und verfügt sogar über ein Studium. Aber in Schweden sind sie und ihre beiden Jungs nur Flüchtlinge, auf der Suche nach einer Unterkunft, nach Arbeit und nach Anerkennung der schwedischen Staatsbürgerschaft.  
Was die drei Frauen gemeinsam haben, ist ihre mathematische Begabung. Letztere ist der Grund dass sie für die Teilnahme an einem geheimen Projekt ausgewählt werden, an dem u.a. auch der blinde Mathematikprofessor beteiligt ist. Ziel des Projektes ist es die Funknachrichten der Nazis zu entschlüsseln und auf versteckte Informationen zu untersuchen. Gemeinsam stellen sich die 3 Frauen diesen Herausforderungen und langsam wächst auch das gegenseitige Vertrauen. Aber da gibt es Ereignisse in der Vergangenheit, die auf einmal wieder an die Oberfläche kommen und dieses Vertrauen und die gemeinsame Arbeit gefährden können.
Eine interessante Lektüre, die den/die Leser/in schnell in ihren Bann zieht und „Geschichte erlebbar macht“. Um ehrlich zu sein, ich warte auf die Fortsetzung, denn ich möchte wissen, wie es diesen Frauen – auch in der damaligen Männergesellschaft – weiterhin ergeht. Spannend wird es bestimmt wieder….
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